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Concierge Phillip empfiehlt clockers BAR

25 Feb

Concierge Phillip empfiehlt clockers BAR

Hamburger Abendblatt und Szenetipps sind eine gute Kombination. In der persönlcihen Empfehlung des Concierge Philipp Koch wurden wir von ihm erwähnt:

Philipp Koch empfiehlt Orte und Bars abseits der Touristenpfade. Statt ins Rathaus lockt der 28-Jährige etwa nach Rothenburgsort.

Hamburg.  Einen Concierge stellt man sich irgendwie anders vor. Als einen Herrn im mittleren Alter im Frack und vielleicht sogar mit weißen Handschuhen, geschniegelt und gestriegelt, der Hotelgästen Theaterkarten reserviert. Philipp Koch entspricht jedenfalls nicht diesem Bild. Der 28-Jährige steht in Jeans, T-Shirt und Tweedjacke hinter seinem Tresen neben der Rezeption im Renaissance Hotel im Hanseviertel. Seine langen Haare hat er heute zum Zopf gebunden, der Vollbart ist fein säuberlich in Form geschnitten. Halskette und Armband runden den Look ab. Business casual statt Uniform. Und auch die Reservierung von Theaterkarten zählt nicht zu seinen Hauptaufgaben.

Denn als sogenannter Navigator Concierge lotst Philipp Koch Hamburg-Neulinge an den Touristenmassen vorbei und zeigt ihnen lieber die Geheimtipps in der Hansestadt. Seinen Gästen empfiehlt er eher das Café in Rothenburgsort als den Coffeeshop in zentraler Lage.

Er probiert es selbst aus

„Bevor ich den Gast dazu animiere, gehe ich selbst raus und probiere mich durch die Bars, Cafés und Restaurants“, sagt Koch. Seinen Gästen empfehle er nichts, das er nicht selbst kenne. Obwohl es den Rostocker erst vor eineinhalb Jahren an die Elbe verschlug, steht er den Hamburgern in Sachen Ortskenntnis in nichts nach. Der 28-Jährige kennt Winterhude so gut wie Finkenwerder, St. Pauli ebenso wie Horn. Er weiß, in welchem Restaurant der Fisch schmeckt, welcher Drink sich in welcher Bar lohnt und an welcher Stelle sich das romantische Foto vom Hafen schießen lässt. Das wird schnell klar, wenn er von seinen persönlichen Lieblingsorten erzählt. Und auch seine Hamburger Freunde überrasche er damit immer wieder. „Manchmal navigiere ich sogar sie durch ihre eigene Stadt und zeige ihnen Bars, Geschäfte oder sehenswerte Orte, die sie noch nicht kannten.“

Wo lässt sich gut essen?

Als der gelernte Hotelfachmann im Sommer vergangenen Jahres den Job als Concierge begann, stand für ihn erst einmal Hamburg erkunden auf dem Plan. Denn für die Stelle, die die Marriott-Gruppe in allen ihren rund 160 Renaissance Hotels geschaffen hat, musste Koch zunächst ein Trainingsprogramm absolvieren. Wo lässt es sich gut essen, trinken und shoppen? Und welche Sehenswürdigkeiten dürfen Hamburg-Besucher auf keinen Fall verpassen? „Ich habe erst einmal die Stadt entdeckt“, sagt er. Das Entdecken ist ein wichtiger Bestandteil seiner täglichen Arbeit. Auch heute fragt er am liebsten Café-Mitarbeiter oder Kleidungsverkäufer nach ihren Geheimtipps.

Und auch in seiner Freizeit ist damit nicht Schluss. „Nach Feierabend fahre ich nie direkt nach Hause“, sagt Koch. „Ich versuche immer einen neuen Weg zu nehmen und lande dann oft in Bars oder Cafés, die ich sonst nicht gefunden hätte.“ Stress, etwas zu verpassen, habe er nicht, sagt Koch. „Man geht ganz anders zur U-Bahn oder zum Einkaufen und hält die Augen immer offen.“

Angetan hat es dem 28-Jährige zum Beispiel die Paul-Roosen-Straßen auf St. Pauli. „Dort fällt man geradezu von einer Lokalität in die nächste.“ Sei es vom Restaurant mit „gehobener französischer Küche in entspannter Kiez-Atmosphäre“ in den nächsten Weinladen und weiter in die Bar mit „eigener Spirituosenherstellung in entspannter Lounge-Atmosphäre“.

Amsterdam oder Venedig

Genauso wohl fühlt sich Koch, der mit seinem Freund in einer Vierer-WG in Horn lebt, aber auch in Winterhude. „Der Mühlenkamp ist wie Klein-Amsterdam oder Klein-Venedig, vor allem im Sommer. Die Kanäle, die Boutiquen, die Cafés. Hier bekommt man sogar Kaffee im Kanu serviert.“ Der Vergleich mit anderen Hafenstädten kommt nicht von ungefähr. Denn Koch weiß, wovon er spricht. Mehr als vier Jahre lang reiste er als Angestellter an Bord von Kreuzfahrtschiffen durch die Welt. Karibik, Mittelmeer, Nordeuropa, Schwarzes Meer und Nordamerika. „Ich war eigentlich fast überall, außer in Asien.“ Ursprünglich sollten es nur vier Fahrten werden. Doch dann packte ihn die Reiselust.

Die Liebe zum Meer verspürt der Wahlhamburger bereits seit Kindheitstagen. „Ich bin schon immer eine Wasserratte gewesen“, sagt Koch. Früher ging sein Vater mit seinem älteren Bruder und ihm im Sommerurlaub an den Strand. „Jeden Tag haben wir dort bis zu zehn Stunden verbracht.“ Seinen ersten Job als Aushilfe in der Gastronomie hatte Koch bereits während der Schulzeit im Ostseebad Kühlungsborn, es folgte später die Ausbildung zum Hotelfachmann in Warnemünde. Und so kommt für ihn heute als Lebensmittelpunkt auch keine Stadt ohne Wasser infrage. „Das brauche ich um mich herum.“ Da passt Hamburg natürlich ins Muster.

Viele neue Ideen

Ob er sich manchmal aufs Kreuzfahrtschiff zurücksehnt? Nein, sagt der 28-Jährige. „Ich vermisse nur das schöne Wetter und jeden Tag in einer anderen Stadt aufzuwachen.“ Doch an das Hamburger Schietwetter habe er sich inzwischen gewöhnt. „Nur der erste Winter war hart und hat gefühlt zwei Jahre gedauert.“ Doch genieße er es jetzt, in das Stadtleben einzutauchen, was er auf hoher See nicht konnte. „In Hamburg gibt es immer wieder neue Ecken zu entdecken.“ Ganz so, als wenn er wieder in einer neuen Stadt vor Anker gehe. Und so gehen dem Concierge auch die Ideen für seine Gäste nicht so schnell aus.

Die besten Tipps von Philipp Koch

Rüschpark Finkenwerder: „Mit einem Fischbrötchen auf die Fähre springen und am Rüschpark aussteigen. Die Belohnung: Elbwind in den Haaren, während man von der ,andere Elbseite‘ den Blick genießt und den roten Leuchtturm erklimmt, um romantische Hafenfotos zu schießen.“

Restaurant Schoppenhauer, Reimerstwiete 20: Tipp vor allem für ausländische Gäste. Denn hier ist das Essen „typisch hanseatisch, mitten in der HafenCity. Das Probier-Highlight: norddeutsche Tapas zum Teilen und Herumreichen“.

Café Klatsch, Glashüttenstraße 17: „Ein Familienbetrieb mitten im Karoviertel serviert Frühstück mit Herz – bis spät in den Nachmittag. Nicht nur für Nachteulen und Langschläfer ideal.“

Clockers Bar, Paul-Roosen-Straße 27: „St.-Pauli-Barkultur mit eigener Spirituosenherstellung und entspannter Lounge-Atmosphäre in Jan Delays altem Tonstudio.“ Welcher Drink laut Koch nicht fehlen darf: „Der Lions Roast mit selbst gemachtem ,Clockers Herb‘, Whiskey und Espressolikör.“

My Favorite Store, Gertigstraße 17–19: „,Hosen kauft man bei uns'“ – der Slogan ist Programm. Tolle Auswahl, super Beratung, mitten in Winterhude.“

Café Entenwerder: „Direkt am Elbpark Entenwerder baumeln die Füße beinahe ins Wasser, man schlürft leckeren Kaffee oder genießt kleine, aber feine hausgemachte Speisen. Und fühlt sich plötzlich ganz weit weg vom Großstadttrubel.“

Kaffee und Kuchen „auf Omas altem Sofa“: Egal ob in der Rosenbar (Paul-Roosen-Straße 28), der Sofabar (Neuer Pferdemarkt 17) oder im Café May (zum Beispiel in Horn): In Bars mit zusammengewürfelten Sofas, die optisch nicht zusammenpassen, schmecken Kaffee oder Cocktail laut Koch gleich doppelt gut. Denn die Atmosphäre ist fast so „wie auf Omas altem Sofa“.

Park Fiction, am Hafenrand oberhalb der Straße St. Pauli Fischmarkt: „Eigentlich ein künstlerisch und gesellschaftskritisches Projekt, bietet der Park Fiction aber vor allem einen der schönsten Elbblicke, ideal für Sonnenuntergänge mit einem kühlen Bier in der Hand.“

Hammer Park: ein Geheimtipp, auch für Hamburger. „Beim Bummel durch den Park vergisst man, dass man sich in der Großstadt befindet.“

Restaurant Liman, Mühlenkamp 16: „Mein Lieblings-Fischrestaurant in Hamburg, Winterhude. Selbst gemachte Marinaden baden den Pulpo zu einer Delikatesse.“

© Hamburger Abendblatt 2017

Foto: Michael Rauhe“

Ma̱·ki
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